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A Weekend on Wheels in Darmstadt

Seit Beginn des Jahres ist nun auch Darmstadt im Derby-Fieber: Im Februar haben wir die Riot Rollers gegründet, üben seither fleißig Skaten und sind drumherum ordentlich am Routieren. Und Anfang August haben wir eingeladen – zum ersten Darmstädter Derby-Bootcamp.

 

Um das Fazit vorwegzunehmen: Es war phänomenal! Rund 45 willige Newbies, fünf engagierte Coaches und drei vegane Köche, die ihr Handwerk verstehen, dazu: strahlender Sonnenschein überm Außentrack und, wenn’s zuviel wurde mit der Sonne, die Halle. Beste Voraussetzungen also für ein lehrreiches, motivierendes und vor allem auch spaßreiches Derby-Wochenende. Unsere Coaches – Der Könich (Karlsruhe/Referee), Jam Pain (Stuttgart/Referee/Newbie-Coach), Effi Biest, (Karlsruhe/RockARollers/Coach), Track Gyver (Karlsruhe/Newbie-Coach) und Dr. Frankenskate (Karlsruhe/Newbie-Coach/Skate Rebels) –­ ­kamen extra angereist. Im Gepäck: viel Erfahrung, hilfreiche Tipps, eine Menge Zeit und, zur Freude aller konsumfreudigen Rollergirls, außerdem die Skate-Rebels-Gruschtelkiste mit der heißesten Ware rund um Schnürsenkel, Derby-Söckchen und Co.

 

Der ausgeklügelte Trainingsplan zielte auf eine ausgewogene Mischung aus körperlicher Ertüchtigung und rauchenden Köpfen ab. Entsprechend stand abends Theorie auf dem Programm: Mittels souveräner Performance an der Magnet-Tafel und vollem Körpereinsatz konnten Der Könich und Jam Pain freitags das ein oder andere Theorie-Regel-Häää auf Newbie-Seiten beantwortet. Samstags weihten uns Dr. Frankenskate und Track Gyver dann in die Details und Kniffe rund um unsere Skates ein, Tricks zur Equipment-Pflege inklusive. Zusammengefasst: ein schöner Input-Wahnsinn!

 

Und am Tag wurde natürlich fleißig gerollert, denn auch für ein Bootcamp-adäquates Give-away in Gestalt eines soliden Muskelkaters sollte gesorgt sein: Teamweise machten Effi Biest, Track Gyver, Jam Pain und Dr. Frankenskate uns gezielt für die Minimum Skills fit, wiederholten dabei gefühlte 4.162 Mal, dass man sich fürs Rempeln nicht entschuldigt, erinnerten ebenso geduldig wie oft an den Derby Stance und klärten uns auf, warum unser Arsch eine Waffe ist. Die Basics eben.

 

Keine Frage, wir haben alle viel gelernt an diesem Derby-Wochenende. Aber vor allem sind’s das Event an sich, der Austausch, die tolle Stimmung und die Hilfsbereitschaft, die uns Darmstädter Rollergirls beim Gedanken an das Bootcamp-Wochenende nach wie vor ein selig-debiles Grinsen ins Gesicht zaubern. Superklasse auch, dass sich so schnell so viele Leute für unser Bootcamp angemeldet haben – und zwar nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Luxemburg, Tschechien und den USA (zugegeben, die Amerikanerin ist nicht extra wegen uns um die halbe Welt gereist). Und dass, obwohl bisher kaum jemand die Riot Rollers Darmstadt kannte. Und wir sind außerdem wahrhaft geflasht von den Coaches, die echt toll waren. Und unserer Stammkneipe, dem Low Brow, die uns 450 Liter Wasser gespendet hat. Und der Unterstützung des Rollsportclubs Darmstadt. Und auch vom Einsatz unserer Helfer, vor allem unserer Köche: Die haben uns nämlich drei Tage lang bestens versorgt, mit durchweg veganer Kost (die übrigens auch die anwesenden Fleischesser zum Schwärmen gebracht hat). Danke, danke, danke!

 

Während wir in Darmstadt jetzt erstmal euphorisch weitertüfteln, an neuen kleinen Events, an Schnick und Schnack, dabei Theorie büffeln und natürlich weiter rollern, so viel es nur geht und uns zu Trainingszwecken im Derby Stance die Zähne putzen, kann ich allen Newbies nur empfehlen: Zusammenraufen, treffen, gemeinsam trainieren – tauscht euch aus und ladet euch dazu erfahrene Leute ein, die viele, viele schlaue Tipps geben können. Mega-anstrengend war’s natürlich auch, das Bootcamp. Aber trotzdem denken wir schon an ein nächstes Mal. Denn wir stehen nicht nur sicherer auf unseren Skates, sondern haben auch eine ordentliche Dröhnung von der im Roller-Business vielzitierten Derbylove mitbekommen. Und wir wollen mehr davon!
 
 

 

B-bäääm!

 

 

Text: B.B. BlockZzberg
Fotos: Natalie Uhl

 

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