Die Sportart Roller Derby wächst in atemberaubendem Tempo, auch hierzulande sprießen die neuen Teams wie Pilze aus dem Waldboden. Nur in Deiner Stadt gibt’s noch kein Team? Wie Du die Initiative ergreifst und was am Anfang wichtig ist.
Von Wild Sphinx, # 8 ½, Graveyard Queens Cologne

Falling in Love with Roller Derby
Roller Derby erwischt sie alle. Irgendwann läuft uns dieser Sport über den Weg und manche von uns lässt er nicht mehr los. Vielleicht hast Du zufällig einen Artikel gelesen, einen Fernsehbeitrag oder einen Spielfilm wie  „Whip it!“ gesehen. Du bist über Freunde auf einen Bout oder ein Scrimmage geraten, hast einen Flyer in die Hand gedrückt bekommen, ein Plakat gesehen oder einfach nur von diesem besonderen Vollkontaktsport auf Rollschuhen gehört. Oder jemand aus Deinem Bekanntenkreis ist im „Derbyverse“ gelandet und jetzt drehen sich seine Aktivitäten plötzlich in erstaunlichem Ausmaß um diesen Sport. Und dann packt es Dich und Du möchtest selber auf Rollen stehen  – nur um ernüchtert festzustellen, dass das nächste Team eine kleinere Weltreise entfernt ist.
Kein Grund, enttäuscht zu sein! Noch ist Roller Derby ein Nischensport, der nicht überall beheimatet ist – aber das können wir ändern! Vielleicht hast Du schon gelesen oder gehört, dass Derby ein Do-it-yourself-Sport ist. Dieser Sport lebt von Mädels (und Jungs), die Lust auf Derby haben und dabei anpacken… Im Moment wächst der Sport weltweit enorm und allein die Derbylandschaft in Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren um über ein Dutzend neue Leagues reicher geworden. Trau Dich doch und gründe Dein eigenes Team! Das ist sicher mit einigem Aufwand verbunden, aber es ist die Sache wert – und Du wirst definitiv Gleichgesinnte vor Ort finden! Die Vorteile liegen auf der Hand: Du hast ein Team vor Ort – und die Derbycommunity wäre um eine weitere League reicher.

Ein paar Anmerkungen vorweg
Ich selbst hatte das Glück, dass meine League, die Graveyard Queens Cologne, schon gegründet war, als ich Derby für mich entdeckt habe. Insofern habe ich nie selber ein Team gegründet. Aber in meiner Anfangszeit in Köln habe ich trotzdem viele Herausforderungen mitbekommen, die sich für eine junge League stellen. In den letzten Monaten dürfte ich dabei sein, als zwei neue Ligen sozusagen das Licht der Derbywelt erblickten und sie in kleinem Ausmaß bei den ersten Schritten unterstützen. Als Interleague-Ansprechpartner der Graveyard Queens habe ich mich mit vielen Spielerinnen – und auch Gründerinnen anderer Teams – unterhalten. Die Fragen, die sich bei der Gründung einer League stellen, ähneln sich. Insofern erhebt dieser Text keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Perfektion – er soll einfach nur denjenigen, die ein Team gründen möchten, die Hand reichen, und die Erfahrungen, die Andere bereits gemacht haben, teilen. Ich bin aber dankbar um jede Ergänzung, jede Erweiterung und um jede Korrektur!  Also fühlt Euch herzlich eingeladen, zu kommentieren und zu ergänzen!

Ein Rollerderby-Team gründen
Ein Derby-Team zu gründen ist kein Spaziergang. Wenn in Eurer Nähe bereits ein Team existiert, ist es sicherlich sinnvoller, sich diesem anzuschließen. Es ist ein Haufen Arbeit, der auf Euch zukommt, es wird immer wieder Momente der Frustration geben, Höhen und Tiefen. Es ist aber eben auch ein bezaubernder, einzigartiger Sport, eine großartige Gemeinschaft und eine Unsumme an überragenden Momenten, die Euch für den Aufwand entschädigen werden. Roller Derby wird Euch verändern – wenn Ihr das zulasst, im besten Sinne. Ihr werdet körperlich fitter werden, in verschiedenster Hinsicht Erfolgserlebnisse  erleben und Euch in einer besonderen Gemeinschaft wiederfinden. Ich habe auf Skates und durch Roller Derby Momente erlebt, für die ich keine Worte finde, so wundervoll waren sie. Und Ihr werdet etwas Großes auf die Beine – oder besser, auf die Rollen – stellen.
Umso wichtiger ist es, dass Ihr dieses Große gemeinsam unternehmt, die anfallenden Arbeiten auf so viele Schultern wie möglich verteilt und Euch Hilfe sucht, wo Ihr sie braucht. Die Derbygemeinschaft ist meiner Erfahrung nach sehr offen und super hilfsbereit für neue Teams. Sprecht erfahrenere Skaterinnen und Officials einfach an, holt Euch Tipps und fragt um Rat. Neue Ligen sind meiner Erfahrung nach jederzeit willkommen, bei den erfahreneren Teams zuzusehen, zu schnuppern und sich vielleicht ein paar Anregungen zu holen. Und wer weiß, vielleicht könnt Ihr ja schon in ein paar Monaten einmal gemeinsam trainieren?

Mitstreiterinnen gesucht
Ihr werdet sehr bald feststellen, dass man gar nicht genug engagierte Mitglieder im Team haben kann.  Neben dem eigentlichen Sport – für einen Bout habt Ihr idealerweise mindestens 14 Spielerinnen  und mehrere Refs – fallen in einem Derby Team unendlich viele Aufgaben an. Diese verändern sich mit der Zeit: Während am Anfang noch die eigentliche Gründung des Teams, die  Mitgliederwerbung, der Aufbau eines regelmäßigen Trainingsbetriebs und natürlich die Hallensuche im Vordergrund stehen dürften, kommen später so vielfältige Aufgaben wie Pressearbeit, Eventveranstaltung und Flyergestaltung dazu. Für all das braucht Ihr Mitstreiterinnen – und klar, je mehr begeisterte Mitglieder Ihr habt, desto mehr Spaß macht das Ganze. Und zwar von Anfang an.

Deswegen empfehle ich, als erstes öffentlich zu machen, dass Ihr ein Team gründen wollt und „Interessenten“ zu sammeln. Social Media kann hierbei eine große Hilfe sein: Erfahrungsgemäß bringt einem eine Facebookseite nach und nach Einiges an Zuwachs – und Ihr vernetzt Euch gleich mit dem Rest der Derbywelt, was ebenfalls enorm hilfreich ist. Erstellt für den Anfang doch einfach eine Seite als „Rollerderby [Eure Stadt]“ (Name und Logo könnt Ihr Euch dann ja gemeinsam überlegen) und geht dort – und natürlich im realen Leben – auf Mitgliederfang.

Wen ansprechen?
Viele Teams, gerade am Anfang, tappen ein bisschen in das, was ich die „Subkultur-Falle“ nennen würde und suchen gezielt z.B. nach tätowierten Mädchen, die eine bestimmte Musik mögen. Unserer Erfahrung nach ist es nicht verkehrt, sich in den Texten auf den Sport zu konzentrieren und einfach nach Mädels zu suchen, die Lust auf Derby haben – die Subkultur-Aspekte , die diesen Sport nach wie vor zu etwas Besonderem machen, kommen erfahrungsgemäß von allein. Ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn Ihr das erste Mal mit der Presse zu tun habt, die einen bisweilen gern auf „tätowiert und sexy“ reduziert… Was natürlich nicht heißt, dass Tattoo-Studios, Szene-Friseure, Kneipen und bestimmte Events nicht super Anlaufstellen fürs Flyern wären… Aber Derbyteams leben auch von der bunten Mischung, davon, dass jede Spielerin willkommen ist, unabhängig von ihrem Background oder ihrer Figur. Derby ist ein ernsthafter Sport und je früher Ihr anfangt, Euch selbst so wahrzunehmen, desto leichter tut Ihr Euch später, das Anderen zu vermitteln.
Bewährt für die Mitgliederwerbung haben sich für den Anfang außer Mund-zu-Mund-Propaganda und Social Media auch Zettel am schwarzen Brett in der Uni oder in anderen Locations, sowie einfache Flyer mit einer kurzen Erklärung des Sports und Euren Kontaktdaten. Neben Spielerinnen könnt Ihr gleich auch Schiedsrichter und andere nicht-skatende Supporter anwerben. Während Roller-Derby hierzulande hauptsächlich ein Sport für Frauen ist, spielt das Geschlecht bei Schiedsrichtern, Trainern und Supportern keine Rolle. Wie oben erwähnt: Je mehr Leute engagiert anpacken, desto eher rollt die Sache.

Loslegen
Ihr habt eine Handvoll Menschen (oder sogar schon mehr) für Eure Idee begeistern können? Dann folgt jetzt natürlich ein Gründungstreffen. Hier überlegt Ihr Euch einen Namen für Eure League. Es ist nicht unbedingt notwendig, gleich einen Verein zu gründen, auch wenn das möglicherweise später eine Option für Euch ist. Vielleicht wollt und könnt Ihr Euch aber auch einem bereits bestehenden Verein anschließen. Da das Vor- und Nachteile hat, ist das eine Frage, mit der Ihr Euch in Ruhe gemeinsam auseinandersetzen solltet. Es ist sinnvoll, sich gleich zu Beginn Termine festzusetzen, zu denen Ihr Euch regelmäßig trefft, zumindest, bis Ihr Hallenzeiten habt.
Außerdem könnt Ihr bei diesem Gründungstreffen herausfinden, wie Ihr aufgestellt seid: Welche Aufgaben stehen an und wer von Euch könnte sich in der Zukunft schwerpunktmäßig um was kümmern? Je mehr Ihr bei der Aufgabenverteilung die bereits vorhandenen Erfahrungen, Talente und Kontakte Eurer Mitglieder berücksichtigt, desto leichter wird Euch die Bewältigung der anstehenden Aufgaben fallen. Später arbeiten viele Leagues in einer effektiven Komiteestruktur, die Ihr in den kommenden Monaten aufbauen könnt. Die ersten wichtigen Herausforderungen sind, wie oben bereits geschrieben, neben der Mitgliederwerbung der Aufbau eines regelmäßigen Trainingsbetriebs und natürlich die Hallensuche.

Ab auf die Skates!
Vielleicht habt Ihr jemanden greifbar, der schon erste Derbyerfahrungen hat? Oder zumindest in einem anderen Sport schon Trainingserfahrungen gesammelt hat? Ansonsten bleibt nicht viel außer dem Sprung ins kalte Wasser… aber auch damit kann man gute Erfahrungen machen. Wer lernwillig und motiviert ist, kann auch ohne Derbyerfahrung bald Einiges auf die Beine stellen. Gerade am Anfang sind Trainer/innen häufig aus dem Kreis der Spielerinnen. Viele Teams fahren gut damit, mehrere Trainer zu haben, die das Training gemeinsam oder abwechselnd gestalten. Tipps und Drills gibt es über You-Tube-Videos, unzählige Seiten im Netz, Bootcamps und natürlich das freundliche Team in Eurer Nachbarschaft…
Auf der Seite der WFTDA, der Women’s Flat Track Derby Association (www.wftda.com), eines freiwilligen Zusammenschlusses internationaler Roller Derby Ligen, findet Ihr unter anderem das Regelwerk, nach dem von den deutschen Leagues gespielt wird.
Die WFTDA-Minimum Skills (http://wftda.com/rules/wftda-minimum-skill-requirements.pdf) gelten im Roller Derby als Voraussetzung, um an einem Bout teilzunehmen. Eine Skaterin, die diese Voraussetzungen noch nicht erfüllt, wird im Spielbetrieb ein Sicherheitsrisiko für sich selbst und andere Spielerinnen darstellen. Das macht die Minimum Skills zu einem hervorragenden ersten Trainingsziel, wenn Ihr anfangt, zu skaten. Und je eher Ihr die Minimum Skills beherrscht, desto früher könnt Ihr anfangen, Scrimmages (Freundschaftsspiele) mit anderen Leagues zu spielen, die Euch im Spielverständnis enorm weiterbringen werden.
Wenn man einen Sport ernsthaft betreiben möchte – und das heisst: langfristig besser werden – sind zwei Trainingstage die Woche Minimum. Besser sind drei, die guten Leagues in Deutschland bieten teilweise sogar vier Trainings in der Woche an. Allerdings würde ich realistisch anfangen: Was sind Eure Kapazitäten, wie oft habt Ihr eine Halle/einen Außenplatz, wie oft wollen Eure Mitglieder überhaupt trainieren?

Was können wir sonst noch tun, um bessere Derbyspieler zu werden?
Wer nicht dreimal in der Woche skaten kann, kann sich vielleicht anderweitig sportlich betätigen: Alles, was Kraft, Balance, Beweglichkeit und Kondition gibt, hilft Euch beim Derby. Also trefft Euch ruhig auch mal zum Laufen, Schwimmen, Yoga, etc. Super für die Kondition und Sicherheit auf Skates: Die Skates auch für kurze Wege, auf dem Weg zu Freunden, für Ausflüge etc. benutzen…
Von den bestehenden Leagues in Deutschland und Europa werden immer wieder Bootcamps, also Roller Derby Trainingslager, angeboten. Eine Reise dorthin lohnt sich zumeist nicht nur, weil es unglaublich viel zu lernen gibt, sondern auch, um Konktakte zu anderen Leagues zu knüpfen oder zu intensivieren. Zudem gibt es gemischte Scrimmages, an denen auch einzelne Spielerinnen einer League teilnehmen können, sobald sie ihre Minimum Skills absolviert haben.
Wer sich in Sachen Derby weiterbilden möchte, ohne gerade die Skates anzuschnallen, dem sei neben der Lektüre unzähliger Blogs und Internetseiten  zum Thema insbesondere das Anschauen von Bouts bestehender Teams ans Herz gelegt. Das Derby News Network (www.derbynewsnetwork.com) etwa zeigt Videoaufnahmen der Profis, auch YouTube gibt in diesem Zusammenhang einiges her. Was es sonst noch zu lernen gibt? Haltet einfach die Augen offen und fragt im Zweifel erfahrenere Spielerinnen bestehender Teams.

Wo trainieren?
Wie viele andere Teams haben auch wir zunächst auf einem Parkplatz unter freiem Himmel mit dem Skaten angefangen. Andere Teams starten in Garagen, Parks oder Lagerhallen. Das ist langfristig keine ideale Lösung, für den Anfang aber okay. Selbst viele „etablierte“ Teams tun sich schwer damit, regelmäßig Hallenzeiten zu bekommen (Artikel: Und wer baut und jetzt eine Sporthalle?!). Versucht es über die Stadtverwaltung oder direkt bei geeigneten Locations (auch Lager- und Veranstaltungshallen sind für den Anfang brauchbar, solange sie einen ebenmäßigen Boden haben), viele Teams schließen sich, wie oben erwähnt, einem bereits bestehenden (Rollsport-)Verein an.
Bei der Hallensuche ist erfahrungsgemäß immer ein Thema, ob Ihr Spuren am Hallenboden hinterlasst. Solche Spuren, falls sie tatsächlich ein Thema sein sollten, kann man gut verhindern, indem man spezielles Material verwendet (z.B. „Gumball-Toestopper“) oder, für den Anfang sicher relevanter, Stopper und Schoner einfach mit Gaffer-Tape abklebt. Macht den Verantwortlichen klar, dass ihre „heiligen Hallen“ durch Euch nicht leiden müssen.
Gaffer-Tape leistet übrigens auch für den Schutz Eurer eigenen Skates gute Dienste…

Womit wir beim Equipment wären…
Ein Wort dazu im Voraus: Wie in jedem Sport kann man in die richtige Ausrüstung im Derby ein Vermögen investieren. Nachdem das die Wenigsten von uns übrig haben, erkläre ich im Folgenden erstmal die wirklich wichtigen Basics – Raum nach oben ist immer, wenn klar ist, dass Ihr wirklich dabeibleiben möchtet. Im Folgenden soll es wirklich nur um die Grundausstattung zum Start gehen, für alles Weitere gibt es in der deutschen Derbycommunity auch sicherlich berufenere Geister…

Safety first!
Ein echtes Rollergirl fährt nicht ohne ausreichenden Schutz. Dazu gehören immer Handgelenk-, Ellenbogen- und Knieschoner, Helm und, spätestens, wenn Ihr anfangt zu blocken, ein Mundschutz. Ohne Schutzkleidung kein Skaten; das ist einfach zu gefährlich.

Schoner: Für den Anfang tut es, was Ihr da habt: Inlineschoner, auch das Set aus dem Supermarkt oder von Ebay ist für die ersten Versuche okay. Die erste „richtige“ Derbyinvestition – neben den Skates – sollten allerdings dicke, gut gepolsterte Knieschoner sein. Gerade am Anfang, später aber auch noch oft genug, werdet Ihr immer wieder stürzen und Eure Knie wollt Ihr Euch sicherlich beim Sport nicht ruinieren.

Helm: Wenn Ihr einen Skatehelm da habt, super! Ein Fahrradhelm ist für den allerersten Versuch besser als nichts, mittelfristig sollte er aber ersetzt werden, da Fahrradhelme einfach nicht für „regelmäßige“ Erschütterungen gemacht sind. Das Wichtigste an einem Helm ist, dass er gut und wirklich fest sitzt. Skatehelme gibt es immer wieder auf Flohmärkten, bei Ebay (anprobieren?), gelegentlich bei Discountern/Tchibo und natürlich im Sport- und Derbyhandel.

Mundschutz: Gibt es im Sporthandel (meist in der Boxabteilung), bei Ebay und im Derbyfachhandel. Für den Anfang gibt es einfache Modelle ab ca. 3 Euro, später sehr zu empfehlen ist der Protech Mouthguard, mit dem man deutlich besser atmen, trinken und vor allem sprechen kann.

Der Kern der Sache: die Skates.
Natürlich reden wir von Quad Skates, also Rollschuhen mit jeweils zwei parallelen Rollenpaaren. Sie sind nicht ganz so schnell, dafür aber wendiger und stabiler als Inlineskates. Und natürlich schöner …
Auch hier sind für den Anfang Flohmärkte und Ebay Anlaufstelle Nummer eins. Ein (anfangstaugliches) Paar Rollschuhe ist zwischen 20 und 50 € zu bekommen. Gut zum Anfangen sind zum Beispiel die Modelle von Nike und K2, Hauptsache, es rollt. Von den auf Ebay angebotenen „günstigen“ Derbyskates würde ich abraten, die sind meist überteuert und von schlechter Qualität. Rollkunstlaufschuhe, sofern vorhanden, sind nicht völlig ungeeignet, haben aber etwas andere Anforderungen als Derbyskates (häufig mit Absatz und höherem Knöchel). Wenn nach ein paar Wochen oder Monaten klar ist, dass Ihr dabei bleibt, lohnt sich die Investition in richtige Derbyskates – und Eure Anfängerskates könnt Ihr an Eure Newbies weitergeben.

Beliebte Einsteigermodelle für „richtige“ Derbyskates sind der Riedell R3 oder der Riedell Dash sowie von der Konkurrenz der Sure Grip Rebel oder der Sure Grip Rebel Invader. Nach oben hin ist dann wie gesagt alles möglich…

An Derby Skates sind so gut wie alle Teile austauschbar: Es gibt Indoor- und Outdoorrollen, weichere und härtere Rollen (je nach Untergrund, können auch kombiniert werden), unterschiedliche Platten, Kugellager, etc. Aber damit könnt Ihr Euch auch später noch beschäftigen…

Erste Adressen:

Der Quad Roller Skate Shop in Berlin wird von Master Blaster, einer Spielerin der Berlin Bombshells betrieben. Sie ist superhilfsbereit und kennt sich richtig gut aus. Es ist derzeit in Deutschland der einzige „betretbare“ Derbyladen, es kann aber auch online bestellt werden.
http://www.quadrollerskateshop.com/

Skaterebels ist ein im Süden Deutschlands beheimateter Onlinederbyhandel. Er wird von Dr. Frankenskate aus Karlsruhe betrieben, der auch einer der Gründer dieses Derbyblogs ist.
http://skaterebels.de/

Außerdem gibt es in Europa noch andere Onlineshops, die manchmal auch auf Derbyveranstaltungen mit Ständen vertreten sind.

Legt los, habt Spaß!
Ich hoffe, mit diesem Überblick konnte ich Euch dabei unterstützen, Eure Teamgründung mit Erfolg anzugehen. Ich freue mich sehr auf Euer Feedback!
Ein letzter Tipp zum Schluss: Lasst Euch nicht aus der Ruhe bringen, wenn es am Anfang vielleicht etwas Viel auf einmal ist oder etwas nicht direkt klappt. Die meisten Schwierigkeiten lassen sich mit etwas Geduld, Zusammenarbeit und Kreativität bewältigen. Alles in Allem ist – nicht nur jetzt am Anfang – das Wichtigste, dass Ihr Spaß am Derby habt!!!

Artikelbild von Stefan Mager Photography www.stefanmager.com

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