Quick Tipp: Equipment Check vor dem Skaten

Bevor ihr die Skates anzieht, gibt es ein paar wichtige Handgriffe, die IMMER gemacht werden sollten, bevor ihr auf den Track geht. Diese Handgriffe sind gerade auch für unerfahrene Skater wichtig, da neue Skates oft nicht optimal eingestellt geliefert werden.

Ohne den Equipment Check vor dem Skaten kann es zu unnötigen und gefährlichen Stürzen kommen oder euer Equipment könnte beschädigt werden.

Daher sollten zur Sicherheit, für euch und euer Equipment, folgende Dinge jedes mal kurz gecheckt werden.
– Stopper
– Rollen / Wheels
– Achsen / Trucks

Stopper

Es endet meist in einem Sturz, wenn der Stopper abfällt. Wenn man dann auch noch gewohnt ist, über die Stopper aufzustehen, haut es einen oft gleich nochmal auf die Nase. Deshalb solltet ihr schauen, ob der Stopper fest ist oder ob er sich drehen lässt.
Könnt ihr den Stopper ohne Kraftaufwand drehen, muss er festgezogen werden. Bei den meisten Anfänger Skates, wie dem Riedell R3, werden „Bolt In“ oder „Adjustable“ Stopper verwendet.
Diese werden bis zur gewünschten Länge in die Platte eingeschraubt und mit einer Kontermutter fixiert. Von Zeit zu Zeit lockert sich diese Mutter, wird lose und der Stopper kann sich heraus drehen. Um nun einen wackeligen Stopper zu fixieren, dreht ihr den Stopper einfach wieder auf die gewünschte Länge hinein und zieht die Kontermutter mit einem Tool (mein Favorit, das Powerdyne Skatetool) fest.

Bei günstigen Skates, wie den Anarchy Mayhem, sind keine Adjustable Toe Stops angebracht, sonder so genannte „Bell Type“, also glockenähnliche, Stopper angebracht. Diese werden mit einer Schraube befestigt, die durch den Stopper gesteckt wird. Sollte so ein Stopper lose sein, könnt ihr ihn meist mit einem Kreuzschraubendreher fest ziehen. Bell Type Stopper lassen sich leider nicht von der Länge her einstellen.

Für die Länge des Toestops gibt es auch eine Faustregel. Er sollte so weit heraus stehen, dass die hinteren Wheels gerade eine Handbreit in der Luft stehen, wenn ihr den Skate auf den Stopper stellt. Am Anfang kann man sich daran orientieren, probiert aber einfach mal aus, wie ihr am besten mit den Stoppern klar kommt. Manche mögen sie ganz eingedreht, andere wieder ganz weit draußen.

 
 

Mehr Infos über Toestops findet ihr in unserem Stiftung Derbytest: Toe Stops

Noch mal zusammen gefasst: Schritt eins beim Equipment Check – testen ob der Stopper sich drehen lässt, wenn ja, festziehen!

 

Rollen

Nichts ist fataler, als eine Rolle, die sich selbständig macht und alleine weiter fährt! Aus diesem Grund sollten die Muttern an den Rollen auf richtigen Sitz überprüft werden.
Die Mutter sollte so fest angezogen sein, dass sich die Rolle frei drehen kann, jedoch kein axiales Spiel hat, die Rolle sollte nicht klackern.
Am einfachsten geht dies, wenn ihr die Mutter zunächst so fest anzieht, dass sich die Rolle kaum mehr drehen kann. Wichtig: Nur so fest, dass sie sich gerade so nicht mehr frei drehen kann. Wird die Mutter nämlich zu fest zugezogen, kann das Kugellager beschädigt werden! Also mit Gefühl zudrehen. Danach eine viertel bis halbe Drehung lösen. Danach sollte sich die Rolle frei drehen lassen, aber noch fest genug sitzen ohne Spiel zu haben. Wer das Klackern hört, hat zu weit aufgedreht!

Die Achsmuttern haben an einem Ende einen kleinen Plastikring, der verhindert, dass sich die Mutter von alleine drehen kann. Bei häufigem Auf- und Zudrehen nutzt sich dieser Plastikring jedoch ab, und die Mutter kann sich lösen. Wenn sich die Mutter ohne Tool von Hand drehen lässt, ist dieser Plastikring definitiv abgenutzt und die Mutter sollte spätestens jetzt ersetzt werden.

Solche Ersatz-Achsmuttern solltet ihr auf Nachfrage in jedem gut sortiertem Derby Shop bekommen. Alternativ zu den herkömmlichen Metallmuttern gibt es auch Muttern aus Nylon, wie die Zero Nutz von Suregrip oder die Astronuts von GrnMnstr.

Noch mal zusammen gefasst: Schritt zwei beim Equipment Check – testen ob die Rollen sich frei drehen lassen oder Spiel haben, dementsprechend festziehen oder lockern.

 

Achsen / Trucks

Es passiert weniger häufig, dass sich die Mutter am King Pin lockert und so die Achse lose wird, da diese Mutter nicht so oft bewegt wird, wie z.B. die Achsmuttern bei häufigem Rollenwechsel. An der Kingpin Mutter wird – einfach formuliert – eingestellt wie leicht oder schwer die Skates lenken sollen. Je weiter man die Mutter aufdreht, desto weniger Druck ist auf den Chushions und desto leichter lenken die Achsen ein. Wenn die Mutter zu lose ist und die Achse „schlackert“, also Spiel hat und sich leicht bewegen lässt, sollte die Mutter wieder fester gezogen werden. Sollte euch dadurch die Lenkung aber zu schwer gehen, ist es eine Überlegung wert, sich weichere Cushions (z.B. die Powerdyne Magic Cushions) zu kaufen und auszutauschen. Gerade diejenigen unter euch, die auf R3 skaten, sollten eigentlich nicht zweimal über den Kauf neuer Cushions nachdenken: Es gibt kein billigeres und besseres Skate-Upgrade. Für die Kingpin-Mutter gilt das selbe wie für die Achsmuttern: Lässt sie sich mit der Hand aufdrehen, ist der Plastikring abgenutzt und die Mutter muss ausgetauscht werden.

Noch mal zusammen gefasst: Schritt drei beim Equipment Check – testen ob die Achsen fest sind oder schlackern, entsprechend fest ziehen und den eigenen Bedürfnissen anpassen.

 

Diese drei Handgriffe sollten zur Routine werden, bevor ihr euch auf den Track wagt, vor allem vor einem Bout ist es sehr wichtig, zu checken ob alles fest sitzt und nicht jede Sekunde abfällt. Es dauert nicht lange, kurz am Stopper zu drehen, die Wheels zu drehen und schauen ob sie Spiel haben und gleichzeitig zu schauen ob die Achse noch fest sitzt und nicht lose ist. Nehmt euch die Zeit und macht es euch zur Gewohnheit, euch, eurem Equipment und euren Mitspielern zu liebe. Keiner fällt gern über einen losen Stopper, der auf dem Track liegt. 😉

In diesem Sinne, skate safe und viel Spass auf dem Track!

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